Mdina – Die frühere Hauptstadt von Malta
Mdina findest ihren Ursprung bereits in der Bronzezeit bei den Phöniziern, als sie noch den Namen Malet trug. Später waren hier die Römer ansässig, die die Stadt Melita nannten. Erst nachdem die Araber Malta 870 erobert hatten, gaben sie Mdina ihren heutigen Namen. (Mdina = “Von Mauern umgebene Stadt”).
Schon immer diente die historische Stadt durch ihre strategisch günstige Lage als Festung. Bis zum Mittelalter war Mdina die Hauptstadt von Malta. Seither scheint sie sich kaum verändert zu haben. Die mittelalterlichen Häuser, die autofreien Gassen, die in maltatypischem sandfarbenem Kalkstein errichteten Kirchen und Paläste – all das bewahrt bis heute den Eindruck einer längst vergangenen Zeit.
Mdina ist nicht auf Tourismus ausgerichtet, und hat daher die Möglichkeit ihre Ursprünglichkeit und Echtheit zu bewahren. Die Stadt hat nur ein Hotel und auch nur wenige Restaurants. Für Urlauber ist Mdina ein wunderschöner Ausflugsort, der für ein paar Stunden in die Vergangenheit entführt.
Neben all den prächtigen alten Kirchen und Palästen ist die größte Sehenswürdigkeit von Mdina die Kathedrale St. Paul. Die ursprüngliche Bischofskirche des Erzbistums Malta wurde zwischen 1697 und 1703 im beeindruckenden Barocken Stil erbaut. Der maltesische Architekt Lorenzo Gafà setzte damit das Vorbild für viele Kirchen, die danach in Malta erbaut wurden. Im Kathedralmuseum von St. Paul befindet sich übrigens eine Sammlung von Albrecht Dürers Werken.